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Vitalinfos


Ernährung - Mythen und Irrtümer

Erdäpfeln sind Dickmacher...?

Das hängt sehr stark von der Zubereitungsmethode ab. Eine Portion Salzerdäpfeln bringt es lediglich auf 105 kcal, Pommes Frites in der gleichen Menge haben bereits 369 kcal. Einen ähnlichen Effekt haben sahnig-cremige Soßen.

Es sind also nicht die Erdäpfeln, die dick machen. Die Zubereitungsmethode ist entscheidend.

Milch ist ein Getränk...?

Mit einem Energiegehalt von knapp 70 kcal/100 ml und vielen wichtigen Inhaltsstoffen wie Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen gehört Milch ernährungsphysiologisch gesehen nicht zu den Durstlöschern: Vielmehr wird sie, obwohl man sie trinken kann, zu den Lebensmitteln gezählt.

Daher wird Milch auch nicht zu der täglichen empfohlenen Trinkmenge dazu gezählt.

 

Light Produkte machen schlank...?

Light Produkte liefern in der Regel weniger Energie als die "normalen" Varianten. Allerdings sind sie nicht generell kalorienarm, sondern nur kalorienreduziert. Beispielsweise hat eine Light-Mayonaise mit 50% weniger Fett im Schnitt immer noch 500 kcal/100 g. Also nicht gerade der optimale Schlankmacher. Der Begriff „light“ kann außerdem dazu verleiten, insgesamt mehr zu verzehren.


Hinzu kommt, dass für die Herstellung von Light-Produkten häufig sehr viel mehr Zusatzstoffe eingesetzt werden, um beispielsweise den gewohnten Geschmack und die gewohnte Konsistenz zu erhalten.
 


Pilze und Spinat darf man nicht aufwärmen ...?

Pilze bieten wegen ihres hohen Wasser- und Eiweißgehalts gute Wachstumsbedingungen für Keime. In Zeiten, in denen man keinen Kühlschrank zur Verfügung hatte, war es daher durchaus nicht ganz ungefährlich Pilzgerichte nochmals aufzuwärmen. Heute ist das allerdings durchaus möglich, wenn man folgende Regeln beachtet: Man sollte das Pilzgericht schnell abkühlen und bei maximal 4 °C bis zu einem Tag aufbewahren. Außerdem sollte es vor dem Verzehr auf mindestens 70 °C erhitzt werden.

Bei Spinat liegt das Aufwärmverbot am Nitrat, das durch längere Warmhaltezeit in Nitrit und zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt wird. Dieser Zusammenhang hat sich auch in Kühlschrank-Zeiten nicht geändert.

Allerdings rührt die Angst vor der Blausucht, der Krankheit, bei der durch Nitrit-Einwirkung die roten Blutkörperchen daran gehindert werden Sauerstoff zu transportieren, eher aus den Zeiten, als die Mutter für die Woche einen großen Topf Spinat gekocht hat und dieser auf dem Herd stand, der gleichzeitig auch Heizung war und die Woche über von den Kindern leer gegessen wurde.

Auch bei Spinat gilt deswegen: Schnell abgekühlt darf er durchaus wieder aufgewärmt werden. Nitrosamine stellen eher bei zu hoch erhitzten Pökelprodukten ein Problem dar.
 

 

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Sonja Pittermann
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